Die eucharistische Anbetung in der Anbetungskapelle des Neumünsters ist der Frömmigkeit der so genannten „ewigen Anbetung" zugeordnet. Das „ewige Gebet" bildet eine Gebetskette durch das gesamte Bistum. Jeder Pastorale Raum ist eingeladen, sich auf unterschiedliche Weise für je eine Woche an dieser Gebetskette zu beteiligen.
Neben dieser Gebetskette durch das gesamte Bistum hat Bischof Julius Döpfner mit der Wiedereröffnung des Neumünsters nach dem Zweiten Weltkrieg die tägliche eucharistische Anbetung in der Kreuzkrypta ins Leben gerufen. Bischof Döpfner wollte in der Grabeskirche der Frankenapostel mit der eucharistischen Anbetung ein geistliches Zentrum für das Gebet schaffen. Er hat dieses Anliegen den Schwestern des Erlösers anvertraut, die über Jahrzehnte für die tagtägliche Anbetung Sorge getragen haben.
Nach der Renovierung des Neumünsters in den vergangenen beiden Jahren eröffnete Bischof Dr. Friedhelm Hofmann am 29. Juni 2009, dem Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus, im Anschluss an ein Pontifikalamt diese eucharistische Anbetung in der Anbetungskapelle der Kreuzkrypta wieder neu. Auch heute ist dem Bischof ein großes Anliegen, möglichst vielen Menschen die tägliche eucharistische Anbetung zu ermöglichen. Gerade weil in den einzelnen Pfarreien im Bistum Zeiten für die eucharistische Anbetung nur noch selten zustande kommen, erscheint das Neumünster im Zentrum Würzburgs umso geeigneter dafür. Im Sinne einer Pastoral, die Menschen in der Stadt abholen und in die Tiefe führen will, kann hier mitten im Herzen Würzburgs wieder ein geistliches Zentrum entstehen, das für unzählige Menschen auf deren täglichem Weg liegt.
Die Kirche von heute steht vor der Herausforderung, Orte zu schaffen, an denen die Menschen zur Besinnung kommen, ruhig werden und anbeten können. „Wenn es uns gelingt, eine verstärkte Eucharistie-Frömmigkeit in den Alltag des kirchlichen Lebens einzubinden, schaffen wir Oasen, in denen die Menschen aus der Hektik ihres Alltags, aus ihrer Frustration heraus können und sich der größeren Dimension ihres Lebens und Glaubens bewusst werden", erklärte Bischof Dr. Friedhelm Hofmann seinerzeit Sinn und Zweck dieses kirchlichen Angebots.
Zeiten der stillen eucharistischen Anbetung
Im Anschluss an die Frühmesse um 7:30 Uhr in der Anbetungskapelle besteht Montag bis Freitag zwischen 8 und 17 Uhr die Möglichkeit zur stillen eucharistischen Anbetung.
Um 17:30 Uhr schließt sich die Abendmesse an. Samstags, sonn- und feiertags beginnt die eucharistische Anbetung um 9 Uhr und endet um 17 Uhr.
Gebetsgemeinschaft Adoramus
Auch heute noch tragen die Schwestern des Erlösers zusammen mit anderen Ordensgemeinschaften und engagierten Laien die eucharistische Anbetung. Wenn Sie zu dieser im Jahr 2009 von Dompfarrer Dr. Jürgen Vorndran gegründeten Gebetsgemeinschaft dazu kommen wollen, wenden Sie sich bitte an:
Dekanatsbüro Würzburg
Spiegelstr. 2a, 97070 Würzburg
Telefon 0931 386-63700
Fax 0931 386-63709
E-Mail dekanatsbuero.wue@bistum-wuerzburg.de
www.wue.main-franken-katholisch.de




